Samstag, 28. Mai 2011

Operation gelungen...


Seit Wochen hat Sammy ein merkwürdiges kleines Geschwür an seinem rechten Vorderlauf oberhalb des Ellenbogens. Die Tierarztin vermutete etwas Entzündliches und verordnete zunächst eine antibiotische Flüssigkeit, die gar nichts brachte, ich hatte eher den Eindruck als ob der rötliche Knoten an Größe zunähme. Gestern gab es nun die Operation, das Gebilde wurde herausgeschnitten.
Sammy bekam nur eine Kurznarkose , die ihm in den Muskel des Hinterlaufs gespritzt wurde, er jammerte herzerweichend, verhielt sich aber zu meinem Erstaunen ohne Aggression. Mein Maxi ( Sammys Vorgänger)hätte garantiert geschnappt.
Ich wartete eine dreiviertel Stunde und durfte dann beim Aufwachen dabei sein. Die OP war laut Aussage der Tierärztin gut verlaufen. Sie hatte das weißlich aussehende Gewebe problemlos aus der Oberhaut trennen können,es war also keine Fettgeschwulst wie ich annahm.

Auf dem OP-Tisch legte sie dann auch gleich eine dieser doofen Plastikmanschetten um Sammys Hals, damit unser Hund daran gehindert wird die Wunde zu lecken. Da die von der TÄ exzellent versorgte Wunde an einer schwierigen  Stelle des Vorderlaufs liegt, wurde sie nicht verbunden  oder abgedeckt.
Nachdem Sammy dann die Aufwachspritze bekommen hatte, manövrierten wir den ziemlich desorientierten Kerl samt Stehkragen ins Auto. Vorher hatte mir die Tierarztassistentin noch konspirativ den Tipp gegeben dem Hund ein langärmliges Kinder T-Shirt anzuziehen, weil so ein Plastikteil unseren sensiblen Riesen zu sehr verstören würde. Das habe ich dann zuhause auch ganz schnell getan, nachdem ich mir eine halbe Stunde ansehen durfte wie meine 'Mausi' völlig verdattert im Wohnzimmer herumstand und sich nicht setzen und legen wollte.
Zum Ausgehen ziehen wir das T-Shirt sogar ganz aus. Er benimmt sich wie immer, es ist so als ob der Wunde gar nicht wahrnimmt. Auch in der Nacht schlief er ruhig wie immer in seinem Hundebett, um sich dann gegen sechs -wie immer- bemerkbar zu machen.
Okay, die OP ist überstanden, das Gewebe wurde eingeschickt, und ich bin besorgt. Was ist das für eine Geschwulst? Natürlich konnte ich es nicht lassen nach Hautkrankheiten von Schäferhunden herumzugooglen, und natürlich weiß ich, dass bei bestimmten Rassen bestimmte Krankheiten typischerweise auftreten. Aber wenn es das ist, was ich ergoogelt habe, dann gibt es keine Therapie für mein sanftes Hundewesen:
 'Noduläre Dermatofibrose ist ein paraneoplastisches Syndrom, das vor allem bei Schäfer-
  hunden beschrieben wurde. Es wird vermutet, dass die Erkrankung in einem autosomal
  dominanten Muster vererbt wird. Die Läsionen bestehen aus multiplen, kollagenen Hautknoten.
  Die noduläre Dermatofibrose ist mit Zystadenomen oder zystischen Adenokarzinomen der Niere
  assoziiert. Der Mechanismus der Beziehung zwischen nodulärer Dermatofibrose und zystischen
  Tumoren der Niere ist unklar.'

Ich mache mich gerne immer vorher verrückt , mein Ehemann kennt das nicht anders und versucht mir das auszureden. Aber abwarten und Teetrinken ist nicht mein Ding, zumal sich auch die Tierärztin vornehm zurückgehalten hat und sich trotz meines Nachbohrenes nicht weiter zur Natur des entfernten Gewebes geäußert hat....


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